Sonnenstern Violetta

Geruhsam begibt sich die Sonne in das Meeresbett und sendet dem Mond und den Sternen in aller Stille ihre liebsten Grüße. Ihr Sonnensternkind Digo kann diese Grüße am wolkenlosen Himmel sehen und summt ein Lied für sich und alle Sterne am Firmament.  Er denkt an seine Sonnensterngeschwister und wünscht Ihnen genau solche ausgelassenen Abenteuer, wie er sie erleben durfte. Am nun menschenleeren Strand hält er sein Versprechen und achtet auf das Piratenschiff der Kinder. Allein liegt er hier und summt erst einmal leise Lieder aus allen Gegenden des Universums vor sich her und manchmal kann er sich nun auch an die Texte erinnern und singt. Es klingt eher wie ein Trällern.

Lieder aus allen Gegenden, wo sich Planeten sind, auf denen es ähnlich zu geht, wie hier bei uns auf der Erde.

Er ist erstaunt, welche große Menge an Lieder ihm bekannt sind.

Bei einigen Liedern kennt er sehr gut die Melodie und den Rhythmus und nur eine Zeile des Textes.  Dann singt er diese eine Zeile und summt eine Weile weiter bis er sich selbst einen Text ausgedacht hat. Wie zum Beispiel bei dem Lied „Brüderchen komm tanz mit mir“, welches er schon auf mindestens 20 Strophen ausgedehnt hat und mit geschlossenen Augen und im Gedanken getanzt hat.

Somit sieht er im nächsten Augenblick nur einen Hauch von violettem Licht zwischen seinen Augen und hört kurzes leises „Blub“ neben sich. Unerhörterweise landeten einige Sandkörner nun in seinem  durch das Singen geöffneten Mund.

„Beeh, Pfui, Hotz, Potz.“ Ruft Digo und öffnet vorsichtig seine Augen, wischt sich den Sand aus dem Mund und ruft, viel zu laut für so eine herrliche Nacht am Strand: „Violleta, wie bist du denn hier her gekommen?“

„Na was glaubst du denn WIE ich hier her gekommen bin! Ich komme gerade aus dem Kosmoshaus Nummer siebente Etage, vierte Tür rechts. Du weißt sicher noch, dass dies mein Zimmer ist. Ich bin während eines Traumes über einen Tanzfest in einem Kristallschloß aufgewacht, da jemand im großen Weltenall so fröhlich gesungen hat, dass ich einfach wahrhaftig tanzen wollte. Nun ja, so manches Lied klang ziemlich falsch. Das lässt sich natürlich ändern. JEDENFALLS! Ich setzte mich auf mein Schaukelpferd, tat meine Krone auf auf den Kopf und band mir mein Schwert auf den Rücken – man weiß ja nie auf was für einem Planeten man landet – und ritt in die Richtung des Gesanges durch das Universum.

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